- Abendwache = diejenige Wache, die von 20.00 bis 24.00
Uhr läuft.
- Abgetagelte Fregatte = Eine Frau die aus dem besten
Alter raus ist.
- Abschiedssignal = Flagge "P" (Blauer
Peter) setzt ein Schiff, das binnen 24 Stunden ausläuft
- Affenfaust
= Knoten, Beschwerung eines Tampens, um ihn weiter
werfen zu können
- Backbord =
linke Schiffsseite (von hinten gesehen), die Backbordseite
wird immer mit rot
gekennzeichnet
- Backskiste = eine im Logis eingebaute
Kistenbank, durch ein Klappe von oben zugänglicher
Kasten in einer Sitzbank zum Verstauen von persönlichen
Gegenständen oder Ausrüstungsteilen
- Barrel
= Faß, Tonne, internationale Volumenmaßeinheit
für Erdöl (1 Barrel = 163,5 Liter, 1
US-Barrel = 119 Liter)
- Besan = Gaffelsegel am hinteren Mast
(bei Segelschiffen); Achtermast verschiedener Riggs
- Chiefmate
= (englisch) Chef der Maaten oder Steuerleute, auf
deutschen Schiffen der Erste Offizier und Stellvertreter
des Kapitäns
- Crew = Schiffsbesatzung, Mannschaft
- Dalbentöter = siehe "Els"
- Decksmann
= Matrose, der für Decksarbeiten eingeteilt
ist; auch der ungelernte Matrose
- Deichgraf = jemand,
der an der Spitze eines Deichverbandes
steht
- DGzRS = Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger,
1865 durch private Initiative ins Leben gerufenes,
lediglich durch freiwillige Beiträge unterhaltenes
Seenotrettungswerk an den deutschen Küsten.
Die Gesellschaft, deren Schirmherr der Bundespräsident
ist, unterhält
insgesamt 52 Rettungsstationen. Den Stationen stehen
insgesamt 54 hochtechnisierte Seenotkreuzer und
kleinere Seenotrettungsboote
zur Verfügung
- entern = klettern ins Takelwerk,
auf dem Meer ein Schiff erklettern und erobern
- Erpel = Auffälliger Enterich besticht durch ausgesprochene
Pünktlichkeit
- Ewer
= Küstensegelboot
mit flachen Boden , mit und ohne Seitenschwertern;
auch Ever, meist als Eineinhalbmaster getakelt.
- Els = Ein Skipper der in der Hafenausfahrt
die Orientierung verliert.
- Faden,
Klafter = englisches Maß zur Messung der Wassertiefe.
1 Faden = 6 Fuß = 1/1000 Seemeile = 1,852 m;
Faden- und Fußmaße können in verschiedenen
Ländern unterschiedlich sein
- Fallwind = der
Wind, der von einem festen Gegenstand zurückgeworfen
wird, etwa einer steilen Felswand, er trifft meist
unerwartet, heftig und schräg von oben kommend,
die Segel eines Schiffes
- fieren = Leine, Tau nachgeben
oder eine Last mit dem Flaschenzug, Kran herunterlassen
- Galionsfigur = eine aus Holz geschnitzte Figur
am Bug des Schiffes, Sie stellte häufig ein
Frau oder Göttin, eine Helden- gestalt oder
ein Wesen aus der Tier- oder Fabelwelt dar, die eine
Beziehung zum Namen es Schiffes hatte
- Garn spinnen
= schwer glaubwürdige Erzählung des Seemannes,
wie Jägerlatein, Übertreibung
- glasen
= durch Anschlagen der Schiffsglocke anzeigen,
wie viele halbe Stunden seit Beginn der Wache vergangen
sind, 8 Glas entspricht 4 Stunden seit Wachbeginn
und damit Wachende ( 1 Glas = eine halbe Stunde
seit
Wachbeginn (einfacher Schlag); 2 Glas = eine Stunde
seit Wachbe-ginn (ein Doppelschlag) usw. bis 8
Glas (vier Doppelschläge). Der Name Glasen stammt
von den gläsernen Sanduhren, die eine halbe
Stunde liefen und dann umgedreht werden mussten
- GPS = genauer Pfahl Sucher
- Hallig
= kleine, oft bei Sturmflut überflutete Insel
im nordfriesischen Wattenmeer, die Höfe, Stallungen
usw. liegen auf künstlichen 4-5 m hohen Werften
(Warften, Wurten)
- He lücht = er lügt;
wird dem Hafenrundfahrtskapitän zugerufen,
wenn er seinen Fahrgästen den Hafen erklärt
und es mit den Begriffen nicht so genau nimmt
- Höhnerknöxchen = Idealstandart Handwerker mit ausgesprochenem
Redefluss vielseitig einsetzbar. Ausgezeichnet verwendbar
bei der Beseitigung von Schäden orientierungsloser Skipper
- Jan
Maat, Janmaat = scherzhaft für Matrose, Seemann
- kalfatern = das Deck (Decksplanken) eines Schiffes
in den Fugen mit Werg und Teer (Pech) abdichten
- kielholen
= eine Segelyacht auf die Seite legen, um den Schiffsboden
zu untersuchen, früher zur Strafe, einen Seemann
an einem Tau unter dem Schiff durchziehen.
- Kogge
= zwei bis dreimastiges bauchiges Segelschiff mit
mehrstöckigen Aufbauten auf Bug und Heck (11,13-14
Jh.); das Handels- und Kriegsschiff der Hanse;
sie war das erste Fahrzeug, das das Steuerruder
am Heck trug.
- Landratte = Bezeichnung der Seeleute
für Nichtseemann
- längsseits = außenbords
parallel zum Kiel; entlang der Schiffsseite
- Maat
= 1. Unteroffizier der Bundesmarine 2. seemännisch:
Kamerad, Gehilfe, Mitarbeiter
- Marssegel = an
der Marsstenge befestigtes Segel
- Marsstenge =
erste Verlängerung des Mastes
- Maurischat = siehe Siggi
- Nipptide =
In der Gezeitenkunde die Tide die den geringsten
Hub ( Nipphochwasser) aufweist. Sie entsteht beim
ersten und letzten Mondviertel, da dann Mond- und
Sonnenflut sich in ihrer Wirkung gegenseitig behindern.
- Notanker = zusätzlicher Anker auf Schiffen
- Nuschi = Ein Sänger der durch seine deutliche Handtuch
im Mund Aussprache furore macht.
- Oktant = ein in der Nautik verwendeter Winkelmesser,
der den achten Teil des Kreises erfaßt, im
Gegensatz zum Sextant, der den sechsten Teil erfaßt.
- Orkanflut = sehr schwere Sturmtide (Seeflut,
Wasserflut), durch auflandigen, orkanartigen Sturm
erzeugte sehr hohe Sturmtiden mit Scheitelwasserständen
von mehr als 3 m Höhe über dem mittleren
Tidehochwasser. Die Eintrittshäufigkeit solcher
Tiden im Orkanflutbereich beträgt an unserer
Nordseeküste im Mittel 1 mal in 20 Jahren.
Außergewöhnlich schwere Orkanfluten
(auch Fluten des Jahrhunderts genannt) treten nach
Beobachtung und Wasserstandsstatistik in Abständen
von etwa 80 Jahren ein und erreichen Wasserstände,
die als derzeitige höchste Tidehochwasserstände
(HHThw) für die Bemessung der Deichhöhen
dienten. Orkanfluten sind fast immer mit verheerenden
Auswirkungen in den betroffenen Gebieten verbunden.
- Peepshow = Ein Behältniss zur Aufbewahrung von Tabakspfeifen
- Pegelnull = Abk. PN; Bezugsebene eines Pegels,
sie liegt z.B. an der Nordseeküste 5,00 m
unter Normalnull (NN); 1927 festgelegt.
- Pier =
Bezeichnung für einen senkrecht zur Fahrrinne
stehenden Hafendamm, dient als Anlege-, Güterumschlagplatz
für Schiffe; auch Landungsbrücke
- Pricke,
Pricken = ein Seezeichen, eine einfache Stange
(an einem Stab befestigten Reisigbesen) markiert
den Fahrwasserverlauf auf Nebengewässern;
das eine Untiefe in Ufernähe oder ausliegende
Fischernetze anzeigt.
- Qualle = Medusen, Nesseltier
(Hohltiere) mit glockenförmiger, gallertigem
Körper. Es gibt verschiedene Arten z.B. blaue
Nesselqualle, Kompaßqualle, Ohrenqualle
usw. In den Herbstmonaten treten Qualllen bisweilen
in großen Schwärmen auf. Quallen gibt
es an der Nord- und Ost-seeküste.
- Quartermeister
= Steuermann eines Handelsschiffes; bewährter
Vollmatrose, der als Rudergänger und zum
Brückendienst eingesetzt ist; er steht im
Range eines Unteroffiziers
- Reep = Seil, Tau,
starke Leine
- Reeperbahn = seemännisch.:
Seilerbahn, auf ihr wurden lange Taue und Drahtseile
von den Reepschlägern gedreht; Vergnügungsstraße
in Sankt Pauli, Hamburg
- Richtfeuer = Leitsignal
für Schiffe; Seezeichen aus 2 hintereinander
stehenden Leuchtfeuern ( Unterfeuer, Oberfeuer),
- Santa Maria = Flaggschiff des Kolumbus bei seiner
Entdeckungsfahrt nach Westindien; etwa 20...30
m lang, 6,5....8m breit, bis zu 90 Mann Besatzung;
am 25.12.1492 an der Küste Haitis gestrandet.
- Schäkel, Schekel = mit Bolzen verschließbarer,
U-förmiger Haken zum Verbinden von Ketten,
Seile und Taue
- Schaluppe = größeres
Beiboot, großes, einmastiges Küstenschiff
(nl)
- Seekuh = Robbenart von acht bis zehn Meter
Länge und bis zu 20 Tonnen Gewicht. Die Heimat
ist der Norden des Pazifik
- Siggi = Analphabet der mit einem Seema(h)nnsalphabet
Bücher entziffert um Sie der Öffentlichkeit
zum besten zu geben
- Störtebecker,
Claus = Vitalienbruder und berüchtigster Seeräuber
in der Ost- und Nordsee. In einer Höhle auf
der Insel Rügen in der Stubbenkammer soll
er unermeßliche Schätze zusammengetragen
haben. 1400 wurde der Freibeuter von dem hamburgischen
Stadtkriegsschiff "Bunte Kuh" bei Helgoland überrascht
und gefangengenommen. Am 10. Juni 1401 auf dem
Grasbrook in Hamburg hingerichtet.
- Tampen = ist
ein Stück Tau bzw. ein Tauende
- Teeklipper
= die meist oder sehr oft übertakelten Schnellsegler
der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts
mit ihren Reisen nach Australien und China. Oft
mit Tee als Rückladung nach Europa oder den
USA.
- Törn = 1. Fahrt mit einem Segelboot;
Segeltörn.
2. Zeitspanne, Turnus für
eine bestimmte, abwechselnd ausgeführte Arbeit
an Bord.
3. (nicht beabsichtigte) Schlinge in
einer Leine
- Türkischer Bund = Knoten, wird
auch als Wurfleinenknoten verwendet oder als Zierknoten
auf Rundhölzer aufgesetzt.
- Über Kopf
gehen = in sehr hohen Wellen geht Heck über
Bug, meist ist kentern die Folge und immer ist
Gefahr damit verbunden.
- Untiefe = im Fahrwasser
eine Stelle, die wegen geringerer Tiefe den Schiffen
gefährlich ist. Im Seegebiet ist es nicht
nur die Gefahr der unmittelbaren Grundberührung,
sondern die Gefahr der Brecher der Grundseen,
die auf der Untiefe stehen können. Untiefen
werden in Seekarten eingezeichnet.
- Vormann =
Bezeichnung für den Schiffsführer eines
Seenotkreuzers oder Seenotrettungsbootes
- wahrschauen,
wahrnehmen = warnen, auf eine Gefahr aufmerksam
machen, auch soviel wie etwas entgegennehmen,
in Empfang nehmen, Bescheid sagen
- Werg = gezupftes
Tauwerk; Hanffasern z.B. zum Kalfatern und Abdichten
von Schraubverbindungen
- Yardstick = Von dem Engländer
Zillwood Milledge 1951 ausgeknobelte Handikap-Methode,
nach der Jollen und Yachten, Einrumpf- und Mehrrumpfboote
gegeneinander segeln können. Jedes Boot erhält
eine empirisch ermittelte Yardstick-Zahl, durch
die die gesegelte Zeit geteilt wird
- Zampel =
ein kleiner Schultersack, wo früher Hafenarbeiter
und Schauerleute ihre Arbeitskleidung und - geräte
mit sich führten. Der Seesack der Seeleute
wurde teilweise so genannt.
- Zieten = Ein Mann der seine sensible Ader in vielen
Situationen im Leben nach aussen kehrt.
- zuhalten = den Kurs
auf einen bestimmten Punkt nehmen
|